Čeferin verzichtet auf Präsidentschaftskandidatur – Kampf gegen Infantino geht trotzdem weiter
Der Präsident der Europäischen Fußball-Union wird sich nicht selbst um die Leitung des Weltverbandes bewerben. Aleksander Čeferin hat deutlich gemacht, dass eine persönliche Kandidatur für die Fifa-Führungsposition in vier Jahren nicht in Frage kommt.
Trotz dieser Absage bedeutet dies keineswegs, dass sich die Uefa aus dem Machtkampf an der Fifa-Spitze zurückzieht. Čeferin signalisiert vielmehr, dass der europäische Verband aktiv nach einem geeigneten Gegenkandidaten zu Amtsinhaber Gianni Infantino suchen wird. Das deutet auf einen erbitterten Machtkampf hin, der sich in den kommenden Jahren abzeichnet.
Die Entscheidung des Uefa-Chefs könnte taktische Gründe haben. Durch den Verzicht auf eine eigene Kandidatur könnte Čeferin sich als überparteiischer Vermittler positionieren und gleichzeitig hinter den Kulissen an der Etablierung eines konkurrenzfähigen Kandidaten arbeiten. Dies würde Infantino, der in seiner zweiten Amtszeit amtiert, unter Druck setzen und eine ernsthafte Alternative im Kampf um das höchste Fußball-Amt bieten.
Quelle: www.t-online.de