Uefa lehnt sich gegen Infantinos Milliardenplan auf: WM-Anteile für Investoren umstritten
Der europäische Fußballverband Uefa verschärft seinen Kurs gegen die Reformpläne von Fifa-Präsident Gianni Infantino. Im Zentrum des Konflikts steht ein ehrgeiziges Vorhaben, das die Finanzierungsstruktur der Fußball-Weltmeisterschaft grundlegend verändern soll: Die teilweise Privatisierung von WM-Anteilen durch externe Investoren.
Infantino verfolgt damit eine Strategie, die erhebliche finanzielle Mittel in die Strukturen des internationalen Fußballs fließen lassen soll. Für die Uefa stellt dieser Plan jedoch einen Eingriff dar, der zu Notfallberatungen führte. Der europäische Dachverband sieht sich offensichtlich in seinen Interessen gefährdet und mobilisiert gegen den Kurs des Fifa-Bosses.
Die Spannungen zwischen der Uefa und Infantino erreichen dabei ein neues Ausmaß. Während der Fifa-Präsident auf eine Modernisierung durch private Kapitalbeteiligung setzt, warnt die europäische Seite vor den Konsequenzen dieser Entwicklung. Als Indiz für die Ernsthaftigkeit des Widerstands werden sogar drastische Maßnahmen diskutiert: Ein Boykott der kommenden Weltmeisterschaft durch europäische Verbände ist laut Berichten nicht mehr auszuschließen.
Die kommenden Wochen werden zeigen, wie viel Durchsetzungskraft die Uefa in diesem fundamentalen Streit besitzt und ob es zu einer Einigung mit Infantino kommt oder der Konflikt weiter eskaliert.
Quelle: www.spiegel.de