Infantinos umstrittener Privatisierungsplan spaltet die Fußball-Welt
FIFA-Präsident Gianni Infantino hat mit einem radikalen Vorschlag für erhebliche Unruhe in der internationalen Fußball-Gemeinschaft gesorgt. Der italienische Manager plant, Anteile der Fußball-Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen – ein Schritt, der bei vielen Verbänden auf massive Widerstände trifft.
Um sein Vorhaben voranzutreiben, hat Infantino die 211 Mitgliedsverbände der FIFA um eine Abstimmung gebeten. Beobachter kritisieren diese Vorgehensweise scharf, da sie eine erhebliche Druckausübung auf die Nationalverbände darstellt und damit demokratische Prozesse zu untergraben droht.
Während sich der FIFA-Chef für seinen Plan einsetzt, bezieht der europäische Dachverband eine klare Gegenposition. Die UEFA hat ihre Ablehnung des Privatisierungsgedankens unmissverständlich zum Ausdruck gebracht und signalisiert damit einen wachsenden Graben zwischen den Kontinentalverbänden und der FIFA-Führungsriege.
Der Konflikt verdeutlicht grundsätzliche Debatten über die kommerzielle Ausrichtung des Sports und die Frage, wem die Fußball-Weltmeisterschaft gehören sollte – den Mitgliedstaaten oder zunehmend privaten Investoren.
Quelle: www.sportschau.de