DFB wirft Infantino Verantwortungslosigkeit vor – Massive Kritik an Fifa-Chef wegen Investor-Deal
Der Deutsche Fußball-Bund schließt sich dem Chor der Kritiker an und geht hart mit Fifa-Präsident Gianni Infantino ins Gericht. Der Vorwurf wiegt schwer: Der 54-Jährige habe sich unverantwortlich verhalten, heißt es aus dem DFB-Lager. Nicht nur die europäische Dachorganisation Uefa hat ihre Bedenken deutlich gemacht – nun folgen auch die kontinentalen Verbände mit deutlichen Worten nach.
DFB-Präsident Bernd Neuendorf fordert eine vollständige und transparente Aufarbeitung der umstrittenen Investorenangelegenheit. Der deutsche Verbandsführer lässt keinen Zweifel daran, dass hier umfassend Licht ins Dunkel gebracht werden muss. Die Angelegenheit wird offenbar als ernsthafte Belastung für den Weltverband wahrgenommen.
Auch aus den Niederlanden kommen kritische Stimmen. Dort spricht man offen von einem Vertrauensbruch durch die Fifa-Führung. Die Sorgen der europäischen Verbände konzentrieren sich offenbar auf die mangelnde Kommunikation und Transparenz bei den Entscheidungsprozessen rund um die Investitionen.
Die Kritik an Infantino verdichtet sich damit zu einem erheblichen Problemkomplex, das das Vertrauen in die oberste Führungsebene des internationalen Fußballs in Frage stellt.
Quelle: www.spiegel.de