Pejcinovic im Schatten der Ablöse: Wenn 25 Millionen zur Last werden
Mit einer Ablösesumme von 25 Millionen Euro kam Dzenan Pejcinovic im Sommer zum VfB Stuttgart. Der Transfer machte ihn zur großen Zukunftshoffnung der Schwaben, und entsprechend hoch sind die Erwartungen an den jungen Angreifer.
Auf dem Platz konnte er diese Erwartungen bisher kaum erfüllen. Sein Auftreten bleibt insgesamt unauffällig, Momente, in denen er die Mannschaft wirklich mitreißt, sind bislang selten geblieben. Eine klare Bilanz des Spielers fällt damit ernüchternd aus.
Druck als Gegner
Der Eindruck, der sich aufdrängt, ist nicht allein eine Frage des fußballerischen Könnens. Vieles deutet darauf hin, dass sich Pejcinovic selbst unter enormen Druck setzt. Die Ablösesumme wiegt schwer, und sie wirkt wie ein Rucksack, den er seit seinem Wechsel mit sich herumträgt.
Für einen jungen Stürmer ist ein solcher Erwartungsdruck eine doppelte Herausforderung. Wer ständig das Gefühl hat, die Investition rechtfertigen zu müssen, verliert schnell die Leichtigkeit, die gerade Torjäger oft brauchen. Gerade im Angriff entscheiden oft Mut und Abschlussfreude, und beides leidet unter Verkrampfung.
Die Aufgabe für die kommende Zeit
Für Pejcinovic kommt es nun darauf an, den Kopf freizubekommen und den Blick auf seine Stärken zu richten. Der Verein wird ihm Zeit geben müssen, denn eine Zukunftshoffnung braucht Rückhalt, nicht nur Ansprüche. Ob ihm der Befreiungsschlag gelingt, dürfte maßgeblich davon abhängen, ob er den Druck von außen loslassen kann.
Quelle: www.sportschau.de