Zweiter Verband lehnt sich gegen Infantino auf – Fifa-Chef unter Druck
Der Fifa droht ein massiver Machtverlust. Nachdem die Europäische Fußball-Union bereits ihre Ablehnung signalisiert hatte, reiht sich nun auch Concacaf in den Widerstand gegen die Milliarden-Pläne von Präsident Gianni Infantino ein. Die Dachorganisation der nord-, mittel- und südamerikanischen Fußballverbände stellt sich geschlossen gegen das umstrittene Geschäftsmodell des italienisch-schweizer Funktionärs.
Damit verliert Infantino zunehmend an Rückhalt in den eigenen Reihen. Eine Mehrheit in den relevanten Gremien der Fifa könnte dem Präsidenten bald entgleiten – ein bedeutender Rückschlag für seine ambitionierten Reformpläne, mit denen er enorme Summen in die internationalen Verbände pumpen will.
Das Timing verschärft die Situation zusätzlich. Der Widerstand der beiden großen Verbandszusammenschlüsse kommt zu einem kritischen Zeitpunkt, kurz bevor ein entscheidender Stichtag verstreicht. Damit wächst der politische Druck auf Infantino, sein Vorhaben möglicherweise nachzubessern oder zu modifizieren, um wieder Konsens in der Fußball-Familie zu erreichen.
Quelle: www.t-online.de